| |
Zu den Meisterwerken der Renaissance in Umbrien gehört das Gotteshaus
zur Heiligen Maria in Castel Rigone. Es wurde Ende des 15.
Jahrhunderts errichtet, um ein Madonnenbildnis auf einem Mauerstück
aufzunehmen, dem man wundersame Kräfte zusprach. Darum wurde die
Kirche sogleich von Papst Alexander VI. geweiht. Zahlreiche Kunstwerke
haben im Laufe der Jahrhunderte den Kirchenschatz vermehrt. Zu den
wichtigsten gehören eine "Madonna mit Rosenkranz" von Bernardo
di Girolamo Rosselli, eine "Verkündigung" aus der Werkstatt
von Caporali, eine wunderschöne "Epifania" von Domenico Alfani
und
ein hölzernes Kruzifix, das die Bevölkerung von Perugia im
Jahr 1531 stiftete. Der Hauptaltar wurde im 18. Jahrhundert ersetzt.
Die Sandstein-Fassade ist geschmückt mit Figuren und Dekorationen
von Domenico Bertini da Settignano,
"Il Topolino" genannt. Der jetzige Glockenturm wurde 1810 errichtet,
nachdem das Original eingestürzt war.
Am Bau des Gotteshauses haben auch lombardische Meister mitgewirkt,
die von dem in Umbrien damals weitverbreiteten bramantesken Stil
inspiriert waren.
|